david knes

Verbrechen. Teil 1: Als eine Geiselnahme die Stadt in Atem hielt

Diese Ausgabe ist etwas anders als die vorherigen: Wir haben uns gedacht, zwischendurch über interessante Grazer Kriminalfälle zu sprechen. Den Anfang macht eine Geiselnahme.

Es waren wohl die 20 längsten Stunden im Leben der Geiseln und ihrer Angehörigen – so lange dauerte die Geiselnahme durch Josef Kis-Lukac, der frustriert und bewaffnet am Montag, dem 16. Juni 1980, kurz vor Mittag in eine Arztpraxis in der Grazer Annenstraße eindringt.

Der Arzt und ein Sanitäter können fliehen, die restlichen Geiseln bangen um ihr Leben. Der Täter zwingt eine junge Ordinationsgehilfin mit vorgehaltener Waffe, seine Forderungen nach außen zu kommunizieren. Konkret mit einer damaligen Redakteurin der Kleinen Zeitung, Helena Wallner. Stundenlang vermittelt Wallner mit der Ordinationsgehilfin zwischen Geiselnehmer, Zeitung und Polizei.

Hans Breitegger, Kriminalreporter der Kleinen Zeitung (inzwischen in Pension), berichtete damals in unmittelbarer Nähe des Tatortes von dem Verbrechen. Hier lässt er die dramatischen Stunden von damals Revue passieren. Breitegger erzählt darin nicht nur von von der Geiselnahme, sondern auch von Startproblemen des ersten Cobra-Einsatzes (die Spezialeinheit war kurz zuvor gegründet worden) und anderen spannenden Hintergründen.

Dieser Podcast ist übrigens das erste von zwei Gesprächen mit Hans Breitegger. Im nächsten Podcast erzählt er von einer folgenschweren Verwechslung: Ein Unschuldiger fällt dem Kampf zweier Unterweltbosse zum Opfer. Infolge werden nicht nur Justiz, sondern auch die Journalisten, die immer wieder unangenehme fragen stellen, immer mehr unter Druck gesetzt…

Den coolen Jingle, der unsere Episoden einleitet und beendet hat uns übrigens der Grazer Blockoland zur Verfügung gestellt, vielen Dank!

Folge 4: Ist Graz eine sichere Stadt? Und was haben Drogen damit zu tun?

Der Polizist Manuel Leitner und der Streetworker Roland Maurer-Aldrian sprechen mit Redakteurin Verena Schaupp nicht nur über Sicherheit: Wie kommt es zu steigenden Zahlen bei Drogendelikten, warum ist die gesetzliche Lage dabei unzufriedenstellend oder was antwortet ein Streetworker, wenn er gefragt wird „Brauchst du was“?

„Dass die momentane gesetzliche Lage unzufriedenstellend ist, ist offensichtlich. Wir kontrollieren und kontrollieren aber das Bild ändert sich nicht.“ – Manuel Leitner, Polizist

„Wenn wir gefragt werden ‚Brauchst du was?‘, stellen wir oft die Gegenfrage ‚Na, brauchst du was?‘, um ins Gespräch zu kommen.“ – Roland Maurer-Aldrian, Streetworker

Die Gäste erklären auch, in welchem Zusammenhang unser subjektives Sicherheitsgefühl mit Polizeipräsenz und objektiven Kriterien steht und warum der Stadtpark nicht so unsicher ist wie sein Ruf. Spannend: die Einblicke der beiden Gäste auf die Kluft zwischen Drogengesetzen, ihrer Exekution und ihrer offenbar mangelnden Wirkung auf die gelebte Realität in Graz. Ein etwas anderes Problem könnte das geplante Rauchverbot für unter 18-jährige bringen. Die unterschiedlichen Strafen für das Rauchen von Cannabis und Tabak könnten dann für Verwirrung und falsche Anreize bei Jugendlichen sorgen.

Verkehr: Welchen Fragen muss sich ein lebenswertes Graz stellen?

Folge 3, Verkehr: „Wie viele Autos kann eine Straße bewältigen?“ In der modernen Stadtplanung ist das genau die falsche Frage – vielmehr müsste man fragen „wie viele Menschen kann man bewegen?“ Sollten Straßen überhaupt nur der Mobilität dienen oder auch anderen Funktionen des öffentlichen Raums? Und wo steht Graz in dieser Debatte?

Graz-Redakteur Gerald Winter-Pölsler,  die ehemalige Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Lisa Rücker und der TU-Verkehrsforscher Martin Fellendorf diskutieren in dieser Ausgabe von Graz – Laut gedacht darüber, warum das Auto auch in der Stadt noch länger eine Rolle spielen wird, wie man Straßen mit anderen Augen sehen kann und warum Stau nur wenig mit Verkehrsregelung zu tun hat.

Graz 2050. Welche Visionen braucht die Stadt?

In dieser Folge sprechen Bürgermeister Siegfried Nagl und die Kulturanthropologin Johanna Rolshoven über Visionen und Herausforderungen für die Stadt.

Fahrverbote würden beim Feinstaub nichts ändern? Ein Faktencheck

In der ersten Episode des neuen Podcast unterhalten sich die Schauspielerin Pia Hierzegger und Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) über Fahrverbote, das Ordnungsbedürfnis der Grazer, Cannabis und vieles mehr diskutiert. Bei einigen Aussagen haben uns Hörer um genauere Aufklärung gebeten, darum haben wir den Faktencheck zu Drogen, Feinstaub, Augarten und Co. gemacht. Hier geht’s zum Artikel.

Was ist Graz – laut gedacht?

Graz – laut gedacht ist der Podcast über alles, was die Grazerinnen und Grazer bewegt. Nomen est Omen: In unserem Podcast wird zu Beginn jeder Episode laut gedacht über etwas, das die Grazerinnen und Grazer aufregt, freut, ärgert, ihnen nutzt oder schadet , was uns und die Stadt bewegt.

Themenmäßig sind wir ganz offen, das Spektrum reicht von gesellschaftspolitischen Themen bis hin zu ganz Alltäglichem. In jeder Episode diskutieren zwei interessante Gäste mit einem Moderator aus der Kleine Zeitung-Redaktion.

Wichtig ist uns, dass eure Meinung dabei nicht zu kurz kommt. Deswegen hören wir uns vor jeder Folge auf der Straße um und fangen einige Stimmen ein, die wir dann ins Gespräch einfließen lassen. Falls ihr auch mitreden, uns etwas mitteilen, kritisieren, loben oder einfach euren Senf dazu geben wollt freuen wir uns über eure Nachricht anlaut.gedacht@kleinezeitung.at. Auf twitter sind wir übrigens auch.

Finden könnt ihr uns übrigens nicht nur hier, sondern auch auf Spotify und iTunes.

Graz, die Verbotshauptstadt?

In dieser Folge sprechen die Schauspielerin Pia Hierzegger, der Grazer Bürgermeister-Stellvertreter und FP-Chef Mario Eustacchio mit David Knes.