david knes

Feinstaub: Wie steht es wirklich um Graz und unsere Gesundheit?

196 vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung pro Jahr. Das ist die auf Graz heruntergerechnete, schockierend hohe Zahl einer aktuellen Studie. Doch wie kommen solche Zahlen zustande? Was bedeuten sie tatsächlich für unsere Gesundheit?

Der außergewöhnlich warme Herbst beschert Graz derzeit großteils feinstaubarme Tage. Könnte man daraus schließen, dass sich der Klimawandel, was Grenzwertüberschreitungen betrifft, sogar positiv auswirkt? Das und viel mehr wird in der aktuellen Ausgabe von Graz – Laut gedacht besprochen.

Der Lungenarzt Horst Olschewski erklärt, warum es schwierig ist, Erkrankungen auf erhöhte Feinstaubwerte zurückzuführen. Warum er auch an Tagen mit erhöhten Feinstaubwerten zu Bewegung im Freien rät und wieso im Winter mehr gestorben wird. Thomas Pongratz (Referat Luftreinhaltung des Landes) spricht darüber, wie sich der Feinstaub zusammensetzt, wo er herkommt und was jeder tun kann, um zur Vermeidung beizutragen.

 

Rotlichtmilieu: Eine blutige Serie gibt bis heute Rätsel auf

Die unheimliche Serie nimmt ihren Anfang im November 1987 mit dem Verschwinden einer 31-jährigen Prostituierten. Ihre Spur verliert sich in einem Grazer Nachtlokal. Nur zwei Monate danach verschwindet eine weitere Prostituierte (damals 26) spurlos. Sie wurde zuletzt in der Elisabethinergasse gesehen. Beide Fälle konnten bis heute nicht geklärt werden. Anfang 1989 – also ein Jahr später wird eine „Geheimprostituierte“ von ihrem langjährigen Lebensgefährten erdrosselt aufgefunden. Der Mord konnte nie aufgeklärt werden. Wenige Monate später wieder Mordalarm: Im Oktober 1989 findet ein  Zuhälter seine Ehefrau – ebenfalls eine Prostituierte – erdrosselt auf. Abermals konnte keinem der Verdächtigen das Verbrechen nachgewiesen werden. 1994 fällt eine 40-Jährige Prostituierte einem grausamen Verbrechen zum Opfer: Sie weist 13 Messerstiche auf. Damit endet die blutige Serie an Kriminalfällen im Rotlichtmilieu, die Ermittlungen jedoch noch lange nicht.

Der langjährige Kriminalreporter Hans Breitegger spricht in dieser Folge von Graz – Laut gedacht mit David Knes über die spannenden Hintergründe zu diesen ungeklärten Fällen. Etwa, warum die Fälle nicht zusammenhängen dürften, was sie mit anderen Verbrechen in Verbindung bringt, wo es Ermittlungspannen gab und warum auch Jahre nach den Verbrechen noch Hoffnung auf deren Klärung besteht.

Sicherheit vs. Kontrolle: Was bringen die Schutzzonen in Graz?

Ursprünglich für sechs Monate geplant, wurden die Schutzzonen um Volksgarten und Metahofpark um weitere sechs Monate verlängert. Die Polizei spricht von einer erfolgreichen Aktion. Auch viele Anrainer geben an, sich sicherer zu fühlen. Doch es gibt auch Kritik: Streetworkern würde dadurch die Arbeit erschwert werden, es würden nicht nur Kriminelle angehalten und Probleme würden nur verdrängt.

Anna Robosch, SP-Gemeinderätin zählt zu den Kritikern. Ihre Antwort auf die „Verdrängungspolitik“ ist der Vorschlag einer vielseitigeren Bespielung des Parks. Der Einsatzkommandant Christian Kuntner ist vom Erfolg der Aktion überzeugt, wünscht zugleich aber mehr Feedback aus der Bevölkerung – vor allem negatives. Im Gespräch mit David Knes diskutieren die beiden über die Auswirkungen der Schutzzone, städtische Drogenproblematik und vieles mehr.

…Aber Mord verjährt nicht.

Hans Breitegger und David Knes sprechen über drei „Cold Cases“ in Graz. Bei zweien davon war es Mord, bei einem ist das nicht so sicher… Über mögliche Motive, Spuren, die im Sand verlaufen, handfeste Hinweise und eingestellte Ermittlungen.

1972: Heinz Kern, Tanzschulbesitzer bekam eine tödliche Brettljause zugeschickt. Über den Absender des Pakets und damit den Giftmörder, sowie über sein oder ihr Motiv, kann bis heute nur gemutmaßt werden. Auch nach Jahrzehnten – als sich die „Cold-Case-Gruppe“ des Bundeskriminalamts der Sache annahm – konnte der Fall nicht gelöst werden. Über Spuren, die sich in Luft aufgelöst haben und ein vielleicht verpasstes Geständnis.

1989: Die Künstlerin Helga Wieselmann sollte sich eigentlich mit einer Freundin auf einen Kaffee treffen, aber sie erscheint nie und bleibt bis heute verschwunden. War es ein Verbrechen? Wenn ja, steckt ihr Untermieter dahinter? Oder war ihr Verschwinden selbstverschuldet?

2015: Der Leiharbeiter Helmut G. wird erstochen in einem Haus am Kehlberg aufgefunden. Die Anfängliche Zuversicht der Kriminalisten weicht bald Resignation. Auch ein zur Tatzeit in der Nähe beobachteter Mann und Spuren ins Rotlichtmilieu führen ins Leere.

Katastrophen: Wie sich Graz wappnet und warum es an Problembewusstsein mangelt

Es ist ein schmaler Grat. Niemand soll verunsichert werden, dennoch will man auch warnen. Ein längeres Blackout, Schnee- oder Regenmassen oder gar eine Seuche – solche Ereignisse sind zwar sehr selten (und Österreich eines der sichersten Länder), dennoch können sie unsere Infrastruktur gefährden. Was das für die Bevölkerung heißt und wie sich die Behörden auf Epidemien, Explosionen und sonstige Szenarien vorbereiten, erzählen Wolfgang Hübel (Katastrophenschutzreferent Stadt Graz) und Harald Eitner (Abteilung Katastrophenschutz Steiermark) im Gespräch mit David Knes. Einige weitere Themen: Warum man überlegte, bei der Flüchtlingskrise Katastrophenalarm auszurufen, wieso es in Österreich kein flächendeckendes Warnsystem für Handys gibt und welche Herausforderungen der Klimawandel mit sich bringt. Darüber hinaus berichten die beiden Gäste von beruflichen Anekdoten, fehlendem Problembewusstsein und warum manche Gebiete besonders belastet sind.

Stadtklima: Es ist heißer in Graz, als es sein müsste

Hauptplatz, Jakominiplatz, Tummelplatz: Viele Grazerinnen und Grazer vermeiden die Innenstadt, wenn’s richtig heiß ist. Und richtig heiß wird es immer öfter. Die 40-Grad-Marke ist statistisch überfällig und dürfte in den nächsten ein, zwei Jahren fallen. So weit, so schlecht. Zum globalen Problem des Klimawandels kommen allerdings noch Altlasten aus Graz: Durch aufwendige Stadtklimaanalysen wurde festgestellt, dass zB die Hochhäuser in der Elisabethstraße oder am Griesplatz lokale Windsysteme, die eigentlich Abkühlung bringen würden, empfindlich stören. Dazu kommen Flächenversiegelungen und das Fehlen von Grünraum. Zugleich gibt es aber auch Ansätze, die in die richtige Richtung gehen und Ideen

In diesem Podcast sprechen der Stadtklimatologe Reinhold Lazar und die Humangeografin Anke Strüver mit David Knes darüber, was die Stadt tut und tun sollte, um sich gegen die steigenden Temperaturen zu wappnen. Einige der Themen sind:

  • Wie funktioniert das städtische Klimasystem, warum sind manche Bezirke im Mittel um bis zu zwei Grad wärmer als andere?
  • Welche Maßnahmen sind in Graz angedacht?
  • Wie wirken sich Veränderungen auf die Grazerinnen und Grazer aus?
  • Warum Grünflächen nicht nur als Mittel gegen die Hitze wichtig sind
  • Was funktioniert gut, wo braucht es Mut?

Wie vier Grazer das Verständnis von IT-Sicherheit auf den Kopf stellten

Das Gerät, auf dem du diesen Satz ließt, ist wahrscheinlich davon betroffen. Noch jahrelang wird es IT-Riesen wie Intel oder AMD und Sicherheitsforscher beschäftigen: Das Sicherheitsleck, für dessen Entdeckung vier Forscher der TU-Graz, (Daniel Gruss, Moritz Lipp, Stefan Mangard und Michael Schwarz) verantwortlich sind. Wie gravierend die Folgen ihrer Forschung sind, zeigt schon die mediale Präsenz des Themas. Über die Fachjournale hinaus berichteten nationale und internationale Medien – von der Kleinen Zeitung bis zu den New York Times – über das Sicherheitsleck und auch die Forscher dahinter. Einer von ihnen, Daniel Gruss, erzählt im Gespräch mit David Knes die ganze Geschichte: Wie ihm am Sofa sitzend ein Gedanke kam, der in weiterer Folge zur Entdeckung von Spectre und Meltdown führte. Wie die Lecks funktionieren und wie ihm die Tragweite des Problems bewusst wurde. Außerdem erzählt er über die strenge Geheimhaltung der Ergebnisse und die weltweite Bekanntheit seines Teams, die wortwörtlich über Nacht kam. Neben den neuesten Entdeckungen (ZombieLoad und Store-to-leak-Forwarding) werden auch Graz-spezifische Themen angesprochen: Taugt die Stadt als IT-Standort? Bietet sie vielversprechenden Studierenden und der Industrie genügend Anreize um hier herzukommen und zu bleiben? Und wie müssen Firmen umdenken, damit sie die besten Leute bekommen?

Extremismus: Ein Grazer Problem?

Von rechts- über linksextrem bis hin zu salafistischen Bewegungen: auch in Graz gibt es Gruppen extremistischer oder radikaler Ausprägung. Und zwar nicht erst seit gestern. In dieser Folge erfahren wir, warum Graz schon im 19. Jh einen guten Boden für das Aufkeimen radikaler Bewegungen bot. Wir besprechen, wie es um einzelne Szenen steht, wie Prävention funktioniert und wo die die Gefahren für unsere offene Zivilgesellschaft lauern. Der Historiker Dieter Binder und Chefinspektor Werner Miedl im Gespräch mit David Knes.

Verbrechen: Vom Betrugsverdacht zum Doppelmord

Der langjährige Kriminalreporter Hans Breitegger lässt im Gespräch mit David Knes seinen ersten großen Fall Revue passieren. Kindberg, Dezember 1978. Es sollte eine Verhaftung aufgrund eines Betrugsverdachts werden. Rupert Trojacek war aber wegen einem viel schwereren Verbrechen auf der Flucht vor der Justiz, weshalb er unter falschem Namen in Kindberg wohnte. Ein Kollege, der Opfer einer seiner Betrügereien wurde, kam ihm aber auf die Schliche und ging zur Gendarmerie. Als die Beamten bei ihm auftauchten, eskalierte die Lage völlig.

Radfahren in Graz

Fühlen Sie sich wohl und sicher, wenn Sie durch die Stadt radeln? Ist es effizient? Wie kann ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer funktionieren? Wo funktioniert es nicht? Von welchen Städten kann sich Graz etwas abschauen und wird genug gemacht für Radfahrer? Werden Autofahrer benachteiligt? Verkehrsstadträtin Elke Kahr und „Bikecitizens“-Chef und Fahrradbote Daniel Kofler sind in unsere Redaktion geradelt, um diese und viele weitere Fragen mit Graz-Redakteurin Verena Schaupp zu diskutieren.