david knes

Stadtklima: Es ist heißer in Graz, als es sein müsste

Hauptplatz, Jakominiplatz, Tummelplatz: Viele Grazerinnen und Grazer vermeiden die Innenstadt, wenn’s richtig heiß ist. Und richtig heiß wird es immer öfter. Die 40-Grad-Marke ist statistisch überfällig und dürfte in den nächsten ein, zwei Jahren fallen. So weit, so schlecht. Zum globalen Problem des Klimawandels kommen allerdings noch Altlasten aus Graz: Durch aufwendige Stadtklimaanalysen wurde festgestellt, dass zB die Hochhäuser in der Elisabethstraße oder am Griesplatz lokale Windsysteme, die eigentlich Abkühlung bringen würden, empfindlich stören. Dazu kommen Flächenversiegelungen und das Fehlen von Grünraum. Zugleich gibt es aber auch Ansätze, die in die richtige Richtung gehen und Ideen

In diesem Podcast sprechen der Stadtklimatologe Reinhold Lazar und die Humangeografin Anke Strüver mit David Knes darüber, was die Stadt tut und tun sollte, um sich gegen die steigenden Temperaturen zu wappnen. Einige der Themen sind:

  • Wie funktioniert das städtische Klimasystem, warum sind manche Bezirke im Mittel um bis zu zwei Grad wärmer als andere?
  • Welche Maßnahmen sind in Graz angedacht?
  • Wie wirken sich Veränderungen auf die Grazerinnen und Grazer aus?
  • Warum Grünflächen nicht nur als Mittel gegen die Hitze wichtig sind
  • Was funktioniert gut, wo braucht es Mut?

Wie vier Grazer das Verständnis von IT-Sicherheit auf den Kopf stellten

Das Gerät, auf dem du diesen Satz ließt, ist wahrscheinlich davon betroffen. Noch jahrelang wird es IT-Riesen wie Intel oder AMD und Sicherheitsforscher beschäftigen: Das Sicherheitsleck, für dessen Entdeckung vier Forscher der TU-Graz, (Daniel Gruss, Moritz Lipp, Stefan Mangard und Michael Schwarz) verantwortlich sind. Wie gravierend die Folgen ihrer Forschung sind, zeigt schon die mediale Präsenz des Themas. Über die Fachjournale hinaus berichteten nationale und internationale Medien – von der Kleinen Zeitung bis zu den New York Times – über das Sicherheitsleck und auch die Forscher dahinter. Einer von ihnen, Daniel Gruss, erzählt im Gespräch mit David Knes die ganze Geschichte: Wie ihm am Sofa sitzend ein Gedanke kam, der in weiterer Folge zur Entdeckung von Spectre und Meltdown führte. Wie die Lecks funktionieren und wie ihm die Tragweite des Problems bewusst wurde. Außerdem erzählt er über die strenge Geheimhaltung der Ergebnisse und die weltweite Bekanntheit seines Teams, die wortwörtlich über Nacht kam. Neben den neuesten Entdeckungen (ZombieLoad und Store-to-leak-Forwarding) werden auch Graz-spezifische Themen angesprochen: Taugt die Stadt als IT-Standort? Bietet sie vielversprechenden Studierenden und der Industrie genügend Anreize um hier herzukommen und zu bleiben? Und wie müssen Firmen umdenken, damit sie die besten Leute bekommen?

Extremismus: Ein Grazer Problem?

Von rechts- über linksextrem bis hin zu salafistischen Bewegungen: auch in Graz gibt es Gruppen extremistischer oder radikaler Ausprägung. Und zwar nicht erst seit gestern. In dieser Folge erfahren wir, warum Graz schon im 19. Jh einen guten Boden für das Aufkeimen radikaler Bewegungen bot. Wir besprechen, wie es um einzelne Szenen steht, wie Prävention funktioniert und wo die die Gefahren für unsere offene Zivilgesellschaft lauern. Der Historiker Dieter Binder und Chefinspektor Werner Miedl im Gespräch mit David Knes.

Verbrechen: Vom Betrugsverdacht zum Doppelmord

Der langjährige Kriminalreporter Hans Breitegger lässt im Gespräch mit David Knes seinen ersten großen Fall Revue passieren. Kindberg, Dezember 1978. Es sollte eine Verhaftung aufgrund eines Betrugsverdachts werden. Rupert Trojacek war aber wegen einem viel schwereren Verbrechen auf der Flucht vor der Justiz, weshalb er unter falschem Namen in Kindberg wohnte. Ein Kollege, der Opfer einer seiner Betrügereien wurde, kam ihm aber auf die Schliche und ging zur Gendarmerie. Als die Beamten bei ihm auftauchten, eskalierte die Lage völlig.

Radfahren in Graz

Fühlen Sie sich wohl und sicher, wenn Sie durch die Stadt radeln? Ist es effizient? Wie kann ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer funktionieren? Wo funktioniert es nicht? Von welchen Städten kann sich Graz etwas abschauen und wird genug gemacht für Radfahrer? Werden Autofahrer benachteiligt? Verkehrsstadträtin Elke Kahr und „Bikecitizens“-Chef und Fahrradbote Daniel Kofler sind in unsere Redaktion geradelt, um diese und viele weitere Fragen mit Graz-Redakteurin Verena Schaupp zu diskutieren.

Graz, Stadt der Kärntner

Zu hören sind sie an fast allen Grazer Ecken; besonders nahe der Uni: Junge Menschen, die auf kärntnerisch „ratschen“. Mit Kärntner Einschlag diskutieren wir diesmal auch in Graz – Laut gedacht: Warum ziehen so viele junge Menschen vom Wörthersee an die Mur, was heißt das für Kärnten und was für Graz? Und wie könnte die Fertigstellung des Koralmtunnels die Weichen ganz neu stellen? Über diese Fragen spricht Kleine-Redakteur Thomas Macher mit der Wissenschafterin Sylvia Leitner und dem Musiker und Start-up-Gründer Thomas Hlatky, der aus Klagenfurt kommt und nun in Graz lebt.

Friedrich Felzmann – Die Hintergründe des Doppelmordes und der spektakulären Flucht

Herbst 2017: Ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit soll mit einem klärenden Gespräch beigelegt werden. Plötzlich fallen Schüsse aus einem Hinterhalt, zwei Menschen sterben. Der mutmaßliche Täter steht schnell fest: Friedrich Felzmann. Die sofort eingeleitete Fahndung verläuft erfolglos – bis heute.

Knapp eineinhalb Jahre nach der Tat weiß man einiges über dann Fall, die große Frage nach dem Verbleib des mutmaßlichen Mörders ist allerdings noch immer unbeantwortet. Kriminalreporter Hans Breitegger erzählt im Gespräch mit David Knes im der 13. Ausgabe des Podcasts von den Hintergründen des Falles und was dafür und dagegen spricht, dass Felzmann noch lebt.

Tanzen, Trinken, Türsteher: Was sich beim Ausgehen in Graz (nicht) verändert hat

„Eine florierende Stadt braucht ein intaktes Nachtleben“, findet Rudi Lackner. Er weiß wovon er spricht, zählte er doch ab Ende der Siebziger zu den Club-Pionieren in Graz (Mahé und später Theatro (jetzt ppc), heute Cafe Kaiserfeld). Wer vom Ausgehen spricht, muss in Graz natürlich auch übers Univiertel sprechen. Nach turbulenten Diskussionen wurde es in den letzten Jahren etwas ruhiger um die Ausgehmeile. „Das Univiertel von damals gibt es heute so nicht mehr“, erzählt Wolfgang Nusshold, Chef des Kottulinsky und verrät, wie es dazu kam und was ein Lokal braucht, um zu funktionieren.

Dazu kommen Grazerinnen und Grazer zu Wort, erzählen was sie an ihren Lieblingslokalen schätzen und was die Stadt noch brauchen könnte. Außerdem erfährt ihr, was sich am Tanz- und Kleidungsverhalten verändert hat, was gleich bleiben wird, warum es nicht mehr so viele Lokale gibt, oder dass Graz im Vergleich zum Wiener Nachtleben gar nicht so schlecht dasteht… Moderation: David Knes

Augartenbucht: Eine Debatte über Kostenexplosion und Tempo

Jetzt hat es sich ausgespielt: Die große Holzbrücke im Augarten wurde abgetragen, um Platz zu schaffen für die geplante Augartenbucht. Die Diskussion rund um dieses Projekt ist zuletzt aus zwei Gründen wieder aufgeflammt: Der Rechnungshofbericht hat die Planung zur Bucht regelrecht zerpflückt, spricht von „unnötigem Zeitdruck“ und warnt vor Mehrkosten. Diese sind auch tatsächlich eingetreten: Noch bevor die Bucht ausgehoben ist, steigen die Kosten um mehr als 25 Prozent – von 2,7 Millionen Euro auf 3,2 . Graz-Redakteur Gerald Winter-Pölsler lud zur Diskussion im Rahmen von Graz – Laut gedacht.

FPÖ-Klubchef Armin Sippel argumentiert, dass mit der Bucht die Mur den Grazern zugänglich gemacht wird. Im jüngsten Gemeinderat hatte er die Mehrkosten verteidigt: Nur, weil „sich die Kosten ein bissl erhöhen“, solle man nicht so ein Theater machen. Im Podcast spricht er sich für eine Reform der Bürgerbeteiligung in Graz aus. „Da gibt es Nachholbedarf.“

Andrea Pavlovec-Meixner, Umweltsprecherin der Grünen entgegnet, dass viele, die sich seit der Idee des Murkraftwerkes intensiv mit der Mur auseinandergesetzt haben, mittlerweile „eine ganz große Verzweiflung“ spüren. ÖVP und FPÖ würden „drüberfahren“ über die Interessen der Leute. Sie ist daher dafür, das eher „starre“ Modell der Grazer Bürgerbeteiligung auf neue Beine zu stellen – und lehnt die Augartenbucht konsequent ab.

Die Bauarbeiten für die Bucht selbst haben noch nicht begonnen, weil nach wie vor die wasser- und naturschutzrechtliche Genehmigung fehlt.

Verbrechen: Eine Leiche ohne Gesicht und Namen

In unserem inzwischen dritten Kriminalpodcast erzählt der langjährige Kriminalreporter Hans Breitegger im Gespräch mit David Knes von den Hintergründen des unglaublichen Falles der Olga TarkivskaNeben der Autobahn fand man die verkohlte Leiche, ihre Identität sollte sieben Jahre lang ungeklärt bleiben. In den Zeitraum fällt eine mysteriöse Reihe von weiteren Frauenmorden in Österreich. 2012 dann der Durchbruch bei den Ermittlungen. Man wusste nun, wer das Opfer ist und hatte auch Hinweise auf einen Verdächtigen für die schreckliche Bluttat. Doch dieser wurde bis heute nie befragt…