Graz

Katastrophen: Wie sich Graz wappnet und warum es an Problembewusstsein mangelt

Es ist ein schmaler Grat. Niemand soll verunsichert werden, dennoch will man auch warnen. Ein längeres Blackout, Schnee- oder Regenmassen oder gar eine Seuche – solche Ereignisse sind zwar sehr selten (und Österreich eines der sichersten Länder), dennoch können sie unsere Infrastruktur gefährden. Was das für die Bevölkerung heißt und wie sich die Behörden auf Epidemien, Explosionen und sonstige Szenarien vorbereiten, erzählen Wolfgang Hübel (Katastrophenschutzreferent Stadt Graz) und Harald Eitner (Abteilung Katastrophenschutz Steiermark) im Gespräch mit David Knes. Einige weitere Themen: Warum man überlegte, bei der Flüchtlingskrise Katastrophenalarm auszurufen, wieso es in Österreich kein flächendeckendes Warnsystem für Handys gibt und welche Herausforderungen der Klimawandel mit sich bringt. Darüber hinaus berichten die beiden Gäste von beruflichen Anekdoten, fehlendem Problembewusstsein und warum manche Gebiete besonders belastet sind.

Stadtklima: Es ist heißer in Graz, als es sein müsste

Hauptplatz, Jakominiplatz, Tummelplatz: Viele Grazerinnen und Grazer vermeiden die Innenstadt, wenn’s richtig heiß ist. Und richtig heiß wird es immer öfter. Die 40-Grad-Marke ist statistisch überfällig und dürfte in den nächsten ein, zwei Jahren fallen. So weit, so schlecht. Zum globalen Problem des Klimawandels kommen allerdings noch Altlasten aus Graz: Durch aufwendige Stadtklimaanalysen wurde festgestellt, dass zB die Hochhäuser in der Elisabethstraße oder am Griesplatz lokale Windsysteme, die eigentlich Abkühlung bringen würden, empfindlich stören. Dazu kommen Flächenversiegelungen und das Fehlen von Grünraum. Zugleich gibt es aber auch Ansätze, die in die richtige Richtung gehen und Ideen

In diesem Podcast sprechen der Stadtklimatologe Reinhold Lazar und die Humangeografin Anke Strüver mit David Knes darüber, was die Stadt tut und tun sollte, um sich gegen die steigenden Temperaturen zu wappnen. Einige der Themen sind:

  • Wie funktioniert das städtische Klimasystem, warum sind manche Bezirke im Mittel um bis zu zwei Grad wärmer als andere?
  • Welche Maßnahmen sind in Graz angedacht?
  • Wie wirken sich Veränderungen auf die Grazerinnen und Grazer aus?
  • Warum Grünflächen nicht nur als Mittel gegen die Hitze wichtig sind
  • Was funktioniert gut, wo braucht es Mut?

Extremismus: Ein Grazer Problem?

Von rechts- über linksextrem bis hin zu salafistischen Bewegungen: auch in Graz gibt es Gruppen extremistischer oder radikaler Ausprägung. Und zwar nicht erst seit gestern. In dieser Folge erfahren wir, warum Graz schon im 19. Jh einen guten Boden für das Aufkeimen radikaler Bewegungen bot. Wir besprechen, wie es um einzelne Szenen steht, wie Prävention funktioniert und wo die die Gefahren für unsere offene Zivilgesellschaft lauern. Der Historiker Dieter Binder und Chefinspektor Werner Miedl im Gespräch mit David Knes.

Graz, Stadt der Kärntner

Zu hören sind sie an fast allen Grazer Ecken; besonders nahe der Uni: Junge Menschen, die auf kärntnerisch „ratschen“. Mit Kärntner Einschlag diskutieren wir diesmal auch in Graz – Laut gedacht: Warum ziehen so viele junge Menschen vom Wörthersee an die Mur, was heißt das für Kärnten und was für Graz? Und wie könnte die Fertigstellung des Koralmtunnels die Weichen ganz neu stellen? Über diese Fragen spricht Kleine-Redakteur Thomas Macher mit der Wissenschafterin Sylvia Leitner und dem Musiker und Start-up-Gründer Thomas Hlatky, der aus Klagenfurt kommt und nun in Graz lebt.

Verbrechen: Eine Leiche ohne Gesicht und Namen

In unserem inzwischen dritten Kriminalpodcast erzählt der langjährige Kriminalreporter Hans Breitegger im Gespräch mit David Knes von den Hintergründen des unglaublichen Falles der Olga TarkivskaNeben der Autobahn fand man die verkohlte Leiche, ihre Identität sollte sieben Jahre lang ungeklärt bleiben. In den Zeitraum fällt eine mysteriöse Reihe von weiteren Frauenmorden in Österreich. 2012 dann der Durchbruch bei den Ermittlungen. Man wusste nun, wer das Opfer ist und hatte auch Hinweise auf einen Verdächtigen für die schreckliche Bluttat. Doch dieser wurde bis heute nie befragt…