Wie vier Grazer das Verständnis von IT-Sicherheit auf den Kopf stellten

Das Gerät, auf dem du diesen Satz ließt, ist wahrscheinlich davon betroffen. Noch jahrelang wird es IT-Riesen wie Intel oder AMD und Sicherheitsforscher beschäftigen: Das Sicherheitsleck, für dessen Entdeckung vier Forscher der TU-Graz, (Daniel Gruss, Moritz Lipp, Stefan Mangard und Michael Schwarz) verantwortlich sind. Wie gravierend die Folgen ihrer Forschung sind, zeigt schon die mediale Präsenz des Themas. Über die Fachjournale hinaus berichteten nationale und internationale Medien – von der Kleinen Zeitung bis zu den New York Times – über das Sicherheitsleck und auch die Forscher dahinter. Einer von ihnen, Daniel Gruss, erzählt im Gespräch mit David Knes die ganze Geschichte: Wie ihm am Sofa sitzend ein Gedanke kam, der in weiterer Folge zur Entdeckung von Spectre und Meltdown führte. Wie die Lecks funktionieren und wie ihm die Tragweite des Problems bewusst wurde. Außerdem erzählt er über die strenge Geheimhaltung der Ergebnisse und die weltweite Bekanntheit seines Teams, die wortwörtlich über Nacht kam. Neben den neuesten Entdeckungen (ZombieLoad und Store-to-leak-Forwarding) werden auch Graz-spezifische Themen angesprochen: Taugt die Stadt als IT-Standort? Bietet sie vielversprechenden Studierenden und der Industrie genügend Anreize um hier herzukommen und zu bleiben? Und wie müssen Firmen umdenken, damit sie die besten Leute bekommen?